Es war einmal in der Landeshauptstadt, da lebte ein Junge von gerade 15 Lenzen mit feuerroten Haaren und strahlend blauen Augen glücklich und zufrieden mit seinen Eltern und genoss sein Leben. Seine Mutter und sein Vater liebten ihn sehr und der Junge ahnte nichts von dem Unglück, das das Schicksal ihm vorbestimmt hatte. Doch dann kam der Krieg und zerriss die Familie auf grausame Art und Weise. Da war der rothaarige Junge plötzlich schrecklich allein auf der Welt und musste viele Jahre der Qual durchleben. Nur seine Erinnerungen an eine Zeit voller Wärme und Zuneigung waren ihm geblieben..
Auch nach dem Krieg war das Volk noch ständig auf der Flucht und es war nicht ratsam zu lange am selben Ort zu bleiben. Auch der Rotschopf zog durch das Land und suchte vergeblich nach einem ruhigen Plätzchen an dem er bleiben konnte. Wo auf diesem gottverlassenen Planeten sollte er je wieder ein zu Hause finden?
Da geschah es, dass er in ein kleines Dorf kam, das seine einsame Wanderschaft schlagartig beenden sollte. Eine Truppe Söldner aus einem fremden Land hatte das Dörfchen fest in ihrem eisernen Griff und beinahe alle ehemaligen Bewohner hatten entweder die Flucht ergriffen oder waren davon gejagt worden. All ihr Hab und Gut, ihre spärlichen Vorräte, die ihnen durch die harten Zeiten hätten helfen sollen war ihnen geraubt worden und sie waren gezwungen worden ihre Heimat zu verlassen. Diese grausamen Männer waren durch den Krieg hart geworden und hatten ihre Herzen verloren. Dem Rotschopf fiel nur allzu spät die düstere Atmosphäre und gespenstische Stille auf, die in dem Ort herrschte und so wurde er zum Gefangenen der fremden Männer.
Nachdem sie beraten hatten, wie sie mit ihrem neu errungenen Spielzeug verfahren sollten, warfen sie dem rothaarigen jungen Mann ein verträumt verziertes Frauenkleid vor die Füsse und befahlen ihm, es anzuziehen. Die langen roten Locken, die wie ein wild loderndes Feuer strahlten und die zarte, alabasterweisse Haut, die mit hübschen Sommersprossen gesprenkelt war hatte die Männer dazu bewegt, ihren Gefangenen nicht zu töten. Doch fortgehen durfte er nun auch nicht mehr.
So wurde aus dem Rotschopf eine Prinzessin. Um jede Fluchmöglichkeit zu verhindern, sperrten die Söldner ihren kostbaren Schatz in einen gut verriegelten und unerklimmbar hohen Turm und schmiedeten ihm eine dicke, eiserne Kette an das Bein. Der Prinzessin ward jedes Mal schwer um's Herz wenn sie Schritte hörte, die die Ankunft ihrer Peiniger ankündigte. Viele Qualen und und unsagbare Schmerzen musste sie von nun an tagtäglich erleiden und sie sehnte sich nach vergangenen Zeiten. Ach, wie lange nur würde die Prinzessin noch leiden müssen? Wann würde endlich ihr Prinz kommen, um sie zu befreien? Sicherlich musste es einen edlen Ritter geben, der bereits auf dem Weg war, um ihr zu Hilfe zu eilen. So verlangte es ein ordentliches Märchen.
Mit tränenverhangenem Blick stand die Prinzessin an einem trüben Sommertag am winzigen, vergitterten Fenster und ihre Augen sahen Bilder, doch sie drangen nicht zu ihr durch bis urplötzlich ein junger Mann vor ihr auftauchte und sie beinahe zu Tode erschreckte. Voller Furcht hatte die Prinzessin sich im Schatten versteckt, kam aber scheu und ängstlich wieder hervor als die fremde Stimme erklang, die versicherte, der Jüngling habe nur gute Absichten. Er schien die Landessprache zu kennen, doch verriet seine Ausdrucksweise, dass er von weit her gereist war. Der junge Mann strahlte so viel edle Anmut und gleichzeitig feurigen Tatendrang aus. Ohne zu zögern hatte er im Nu den Turm erklommen und die Kette zerschmettert, die den schmalen Fussknöchel der Prinzessin wie eine bösartige Würgeschlange umklammert hielt. Ungläubig starrte die Prinzessin den fremden jungen Mann aus grossen, himmelblauen Augen an und brachte kein Wort heraus. War er das? Der edle Prinz? War er endlich gekommen, die Prinzessin zu retten, sie zu befreien und ihr Herz zu erobern? So musste es sein! Das Schicksal hatte es nach so langer Zeit endlich gut mit der Prinzessin gemeint und ihr einen mutigen Ritter geschickt, der sie fortbringen sollte, sie aus ihrem Unglück reissen sollte. So lebten sie glücklich und zufrieden und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie nocht heute.
Schön wär's. Märchen sind eben doch nur etwas für kleine Kinder und naive Erwachsene. Der Rotschopf erwachte nach einer gefühlten Ewigkeit aus seiner Starre. "Danke.." brachte er heiser heraus und sicherlich war es irritierend dass ein Wesen in einem so hübschen Kleid mit einer so tiefen Stimme sprach. "Du.. du nimmst mich mit dir?" fragte er ungläubig und ging einen Schritt auf Rion zu, wobei der Rest Kette, der noch an seinem Knöchel hing laut rasselte. Sein Englisch war gut verständlich, jedoch mit einem starken, deutschen Akzent gebrandmarkt. "Ja, ja, bitte. Wir.. wir müssen abhauen!" flehte er dann und wollte eben mit seinem Retter losstürmen als von draussen ein Schuss ertönte. Der ohrenbetäubende Knall zerriss die gespenstische Stille, die über dem Ort gelegen hatte und Max griff, ohne es wirklich zu bemerken nach Rions Hand. Sein Herz raste so schnell, dass es ihm aus der Brust zu springen drohte und er wollte sich keinen Centimeter mehr fortbewegen, so sehr lähmte ihn die Angst. Etwas Schreckliches geschah da draussen und er wollte nicht Teil des grauenhaften Ereignisses werden. Nicht jetzt, da endlich sein Prinz aufgetaucht war, um ihn zu retten.
Auch nach dem Krieg war das Volk noch ständig auf der Flucht und es war nicht ratsam zu lange am selben Ort zu bleiben. Auch der Rotschopf zog durch das Land und suchte vergeblich nach einem ruhigen Plätzchen an dem er bleiben konnte. Wo auf diesem gottverlassenen Planeten sollte er je wieder ein zu Hause finden?
Da geschah es, dass er in ein kleines Dorf kam, das seine einsame Wanderschaft schlagartig beenden sollte. Eine Truppe Söldner aus einem fremden Land hatte das Dörfchen fest in ihrem eisernen Griff und beinahe alle ehemaligen Bewohner hatten entweder die Flucht ergriffen oder waren davon gejagt worden. All ihr Hab und Gut, ihre spärlichen Vorräte, die ihnen durch die harten Zeiten hätten helfen sollen war ihnen geraubt worden und sie waren gezwungen worden ihre Heimat zu verlassen. Diese grausamen Männer waren durch den Krieg hart geworden und hatten ihre Herzen verloren. Dem Rotschopf fiel nur allzu spät die düstere Atmosphäre und gespenstische Stille auf, die in dem Ort herrschte und so wurde er zum Gefangenen der fremden Männer.
Nachdem sie beraten hatten, wie sie mit ihrem neu errungenen Spielzeug verfahren sollten, warfen sie dem rothaarigen jungen Mann ein verträumt verziertes Frauenkleid vor die Füsse und befahlen ihm, es anzuziehen. Die langen roten Locken, die wie ein wild loderndes Feuer strahlten und die zarte, alabasterweisse Haut, die mit hübschen Sommersprossen gesprenkelt war hatte die Männer dazu bewegt, ihren Gefangenen nicht zu töten. Doch fortgehen durfte er nun auch nicht mehr.
So wurde aus dem Rotschopf eine Prinzessin. Um jede Fluchmöglichkeit zu verhindern, sperrten die Söldner ihren kostbaren Schatz in einen gut verriegelten und unerklimmbar hohen Turm und schmiedeten ihm eine dicke, eiserne Kette an das Bein. Der Prinzessin ward jedes Mal schwer um's Herz wenn sie Schritte hörte, die die Ankunft ihrer Peiniger ankündigte. Viele Qualen und und unsagbare Schmerzen musste sie von nun an tagtäglich erleiden und sie sehnte sich nach vergangenen Zeiten. Ach, wie lange nur würde die Prinzessin noch leiden müssen? Wann würde endlich ihr Prinz kommen, um sie zu befreien? Sicherlich musste es einen edlen Ritter geben, der bereits auf dem Weg war, um ihr zu Hilfe zu eilen. So verlangte es ein ordentliches Märchen.
Mit tränenverhangenem Blick stand die Prinzessin an einem trüben Sommertag am winzigen, vergitterten Fenster und ihre Augen sahen Bilder, doch sie drangen nicht zu ihr durch bis urplötzlich ein junger Mann vor ihr auftauchte und sie beinahe zu Tode erschreckte. Voller Furcht hatte die Prinzessin sich im Schatten versteckt, kam aber scheu und ängstlich wieder hervor als die fremde Stimme erklang, die versicherte, der Jüngling habe nur gute Absichten. Er schien die Landessprache zu kennen, doch verriet seine Ausdrucksweise, dass er von weit her gereist war. Der junge Mann strahlte so viel edle Anmut und gleichzeitig feurigen Tatendrang aus. Ohne zu zögern hatte er im Nu den Turm erklommen und die Kette zerschmettert, die den schmalen Fussknöchel der Prinzessin wie eine bösartige Würgeschlange umklammert hielt. Ungläubig starrte die Prinzessin den fremden jungen Mann aus grossen, himmelblauen Augen an und brachte kein Wort heraus. War er das? Der edle Prinz? War er endlich gekommen, die Prinzessin zu retten, sie zu befreien und ihr Herz zu erobern? So musste es sein! Das Schicksal hatte es nach so langer Zeit endlich gut mit der Prinzessin gemeint und ihr einen mutigen Ritter geschickt, der sie fortbringen sollte, sie aus ihrem Unglück reissen sollte. So lebten sie glücklich und zufrieden und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie nocht heute.
Schön wär's. Märchen sind eben doch nur etwas für kleine Kinder und naive Erwachsene. Der Rotschopf erwachte nach einer gefühlten Ewigkeit aus seiner Starre. "Danke.." brachte er heiser heraus und sicherlich war es irritierend dass ein Wesen in einem so hübschen Kleid mit einer so tiefen Stimme sprach. "Du.. du nimmst mich mit dir?" fragte er ungläubig und ging einen Schritt auf Rion zu, wobei der Rest Kette, der noch an seinem Knöchel hing laut rasselte. Sein Englisch war gut verständlich, jedoch mit einem starken, deutschen Akzent gebrandmarkt. "Ja, ja, bitte. Wir.. wir müssen abhauen!" flehte er dann und wollte eben mit seinem Retter losstürmen als von draussen ein Schuss ertönte. Der ohrenbetäubende Knall zerriss die gespenstische Stille, die über dem Ort gelegen hatte und Max griff, ohne es wirklich zu bemerken nach Rions Hand. Sein Herz raste so schnell, dass es ihm aus der Brust zu springen drohte und er wollte sich keinen Centimeter mehr fortbewegen, so sehr lähmte ihn die Angst. Etwas Schreckliches geschah da draussen und er wollte nicht Teil des grauenhaften Ereignisses werden. Nicht jetzt, da endlich sein Prinz aufgetaucht war, um ihn zu retten.
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