Die Situation drohte zu eskalieren. Jeder der fremden Kerle fuchtelte mit einer Knarre herum und zu allem Überfluss waren eben zwei weitere Gestalten auf der Bildfläche erschienen. Max schaffte es, einen Blick zur Seite zu werfen, fand aber, dass der benebelt dreinblickende Kerl mit der schrägen Frisur nicht sonderlich hilfreich aussah. Der Blondie, den er im Schlepptau hatte kam ihm jedoch bekannt vor.
Immer noch auf den Knien ereilte die Prinzessin mit einer plötzlichen, eiskalten Klarheit die Erkenntnis, dass sie wohl entgültig ihr Leben verwirkt hatte. Zugleich hatte sie auch noch den edelmütigen jungen Ritter, der nun in einem erbärmlichen Zustand neben ihr am Boden lag, mit in den Abgrund gerissen. Als alle Hoffnung verloren schien, flammte jedoch ein neues, strahlendes Licht auf. Da war ein weiterer Mann, der etwas Gefährliches ausstrahlte und dennoch reinen Herzens zu sein schien. Das erahnte die Prinzessin daher, dass der Mann sich fürchterlich aufregte, als der Junge, der ihn begleitete von einem der gegnerischen Söldner niedergestreckt wurde. Doch schien der fremde Mann mit dem zerzausten, langen Haar seine Kraft nicht unter Kontrolle zu haben und mehr wie ein wildes Tier als wie ein menschliches Wesen zerfleischte und zerfetzte er die Söldner, die die Prinzessin gefangen gehalten hatten. Blut befleckte nun auch ihr Kleid. Verschreckt war sie aufgesprungen und einige Schritte zurück gewichen. Nun besah sie sich das Ausmass der Verwüstung. Der blonde Junge weinte laut und hatte sich über den Mann geworfen, der ihn zuvor geschlagen hatte und der nun regungslos am Boden lag. Aber auch die andere Seite hatte Verluste zu beklagen. Ausgerechnet ihr tollkähner Retter, dieser wütende, unkontrollierte Mann, der alles getan hatte um sie zu schützen, war zu Boden gegangen. Sein Kumpane eilte ihm sofort zu Hilfe, hievte ihn hoch, trug ihn fort. Ohne zu zögern eilte die Prinzessin zuerst davon und kurze Zeit später den beiden hinterher. Dieser Mann war noch nicht tot und er brauchte dringend Hilfe.
Zunächst galt es, sich Platz zu verschaffen und dem Typen mit dem lockigen Haar, der seinen Freund auf ein Sofa platziert hatte, irgendeine sinnvolle Aufgabe zu geben, damit er um Himmels willen nicht so im Weg herumstand und irgendwie die Fassung wieder gewann. Max öffnete hastig seinen Rucksack, zerschnitt das Shirt des Ohnmächtigen und entdeckte eine saubere Durchschusswunde von ca. 9mm an der Autrittsstelle. Um die Blutung zu stillen stopfte er sowohl in diese wie auch in die Eintrittswunde, die sich am Rücken knapp unterhalb des rechten Schulterblattes befand eine Tamponade und wickelte einen festen Kompressionsverband um Brust und die rechte Schulter. Dann besah er sich die Schusswunde am linken Oberschenkel und musste verärgert feststellen, dass die Kugel wohl noch steckte. Unmöglich das Ding drin zu lassen, da das Infektionsrisiko ohnehin schon zu hoch war. Mit einer anatomischen Pinztte bekam er das Geschoss zu fassen und entfernte es. Sein Patient hatte grosses Glück, bewusstlos zu sein. Auch um den Oberschenkel wurde ein Kompressionsverband angebracht. Später würde sicher noch eine Antibiose notwendig sein aber für den Moment war Max' Arbeit getan.
Um den Verletzten herum hatte sich wohl nun die gesamte Rittersschar eingefunden. Die Prinzessin lehnte erschöpft an einer Wand und besah sich die Gestalten. Der Mann mit den dunklen Locken war mit dem blassen Ritter, der die Prinzessin so tapfer befreit hatte, heringetreten und beide wirkten nun etwas gefasster. Andächtig liessen sie sich in der Nähe ihres verletzten Verbündeten nieder. Da war noch ein weiterer Junge, der Kleidung trug, die der der toten Söldner sehr ähnlich sah. Offenbar gehörte er dennoch zur Truppe, denn er bewachte den Verwundeten nun sehr liebevoll. Schliesslich war auch der blonde Jüngling heringeschlichen, sass in einer Ecke und rührte sich nicht. Zwar weinte er nicht mehr, doch verbarg er dennoch sein durch Tränen und den harten Schlag des Mannes, den er später beweint hatte, unansehnliches Gesicht mit den verschränkten Armen die auf den angezogenen Knien ruhten. Es wurde allmählich dunkel und merklich kühler.
Immer noch auf den Knien ereilte die Prinzessin mit einer plötzlichen, eiskalten Klarheit die Erkenntnis, dass sie wohl entgültig ihr Leben verwirkt hatte. Zugleich hatte sie auch noch den edelmütigen jungen Ritter, der nun in einem erbärmlichen Zustand neben ihr am Boden lag, mit in den Abgrund gerissen. Als alle Hoffnung verloren schien, flammte jedoch ein neues, strahlendes Licht auf. Da war ein weiterer Mann, der etwas Gefährliches ausstrahlte und dennoch reinen Herzens zu sein schien. Das erahnte die Prinzessin daher, dass der Mann sich fürchterlich aufregte, als der Junge, der ihn begleitete von einem der gegnerischen Söldner niedergestreckt wurde. Doch schien der fremde Mann mit dem zerzausten, langen Haar seine Kraft nicht unter Kontrolle zu haben und mehr wie ein wildes Tier als wie ein menschliches Wesen zerfleischte und zerfetzte er die Söldner, die die Prinzessin gefangen gehalten hatten. Blut befleckte nun auch ihr Kleid. Verschreckt war sie aufgesprungen und einige Schritte zurück gewichen. Nun besah sie sich das Ausmass der Verwüstung. Der blonde Junge weinte laut und hatte sich über den Mann geworfen, der ihn zuvor geschlagen hatte und der nun regungslos am Boden lag. Aber auch die andere Seite hatte Verluste zu beklagen. Ausgerechnet ihr tollkähner Retter, dieser wütende, unkontrollierte Mann, der alles getan hatte um sie zu schützen, war zu Boden gegangen. Sein Kumpane eilte ihm sofort zu Hilfe, hievte ihn hoch, trug ihn fort. Ohne zu zögern eilte die Prinzessin zuerst davon und kurze Zeit später den beiden hinterher. Dieser Mann war noch nicht tot und er brauchte dringend Hilfe.
Zunächst galt es, sich Platz zu verschaffen und dem Typen mit dem lockigen Haar, der seinen Freund auf ein Sofa platziert hatte, irgendeine sinnvolle Aufgabe zu geben, damit er um Himmels willen nicht so im Weg herumstand und irgendwie die Fassung wieder gewann. Max öffnete hastig seinen Rucksack, zerschnitt das Shirt des Ohnmächtigen und entdeckte eine saubere Durchschusswunde von ca. 9mm an der Autrittsstelle. Um die Blutung zu stillen stopfte er sowohl in diese wie auch in die Eintrittswunde, die sich am Rücken knapp unterhalb des rechten Schulterblattes befand eine Tamponade und wickelte einen festen Kompressionsverband um Brust und die rechte Schulter. Dann besah er sich die Schusswunde am linken Oberschenkel und musste verärgert feststellen, dass die Kugel wohl noch steckte. Unmöglich das Ding drin zu lassen, da das Infektionsrisiko ohnehin schon zu hoch war. Mit einer anatomischen Pinztte bekam er das Geschoss zu fassen und entfernte es. Sein Patient hatte grosses Glück, bewusstlos zu sein. Auch um den Oberschenkel wurde ein Kompressionsverband angebracht. Später würde sicher noch eine Antibiose notwendig sein aber für den Moment war Max' Arbeit getan.
Um den Verletzten herum hatte sich wohl nun die gesamte Rittersschar eingefunden. Die Prinzessin lehnte erschöpft an einer Wand und besah sich die Gestalten. Der Mann mit den dunklen Locken war mit dem blassen Ritter, der die Prinzessin so tapfer befreit hatte, heringetreten und beide wirkten nun etwas gefasster. Andächtig liessen sie sich in der Nähe ihres verletzten Verbündeten nieder. Da war noch ein weiterer Junge, der Kleidung trug, die der der toten Söldner sehr ähnlich sah. Offenbar gehörte er dennoch zur Truppe, denn er bewachte den Verwundeten nun sehr liebevoll. Schliesslich war auch der blonde Jüngling heringeschlichen, sass in einer Ecke und rührte sich nicht. Zwar weinte er nicht mehr, doch verbarg er dennoch sein durch Tränen und den harten Schlag des Mannes, den er später beweint hatte, unansehnliches Gesicht mit den verschränkten Armen die auf den angezogenen Knien ruhten. Es wurde allmählich dunkel und merklich kühler.
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