Alle waren sie irgendwie beschäftigt um ihn herum.
Mehr oder minder allein stand er noch da und zog lange an seinem Joint, der sicher genau so viel Gras enthielt wie eine Gewürzdose Basilikum. Aber irgendetwas Beruhigendes hatte es doch an sich. Alleine dieses tiefe Inhalieren, das extreme Ausweiten der Lungen und das lange, geschmeidige Ausatmen, der Blick dem Rauch folgend, der zwischen seinen Lippen hervorquoll wie dicke Suppe und sich mit dem Nebel über ihren aller Köpfen vermischte.
Ziggy lehnte sich an die Hauswand und schloss die Augen halb.
Er fühlte sich schwach und übel war ihm. Als müsse er gleich kotzen, so mitten auf die Strasse am Besten, direkt vor seine eigenen Füsse. Aber dazu müsste er wohl besoffen sein, sonst machte das keinen Spass.
Im Moment fühlte er sich wirklich einfach nur schlecht - und hätte ihm eine geile Braut heissen Sex von hinten in ihren engen Arsch angeboten, wäre ihm gerade echt nicht danach gewesen. So sehr ekelte er sich vor der ganzen Situation und auch irgendwo.. vor sich selbst..
Als er schliesslich so einige Zeit alleine dort stand, wurde es kalt. Irgendwo in der Ferne war ein Heulen zu vernehmen. Ziggy schlang die Arme um sich selbst. Diese Welt war zum Verrecken scheisse. Dieser dicke Nebel würde sie alle verschlingen, und wenn nicht der Nebel, dann würde irgendetwas anderes sie alle töten. Er fing an zu würgen, hustete und spuckte schliesslich auf den Boden.
Schwindlig und schwach wankte er wieder zurück in die Behausung, in der nun kein Frühstück mehr stand und auch sonst absolut nichts einladend oder warm war
Doch in der Tür stehend, immer noch die Arme um sich selbst geschlungen, erstarrte er kurz. Da auf dem Bett sass dieses fremde Wesen. Mit den endlos langen, roten Locken.
Ziggy räusperte sich kurz, reckte sich dann etwas hoch, machte sich grade. Doch dann schmerzte es ihn irgendwie unheimlich und ihm wurde wieder übel und er musste seinen Rücken etwas rund machen, um seinen gerade extrem schwachen Magen zu schützen Er taumelte zum Bett hinüber und lies sich einfach neben Max auf die Matratze fallen.
Dann sah er zu dem lockigen Weg hoch. Er selbst lag auf dem Bauch. Das war ganz angenehm. Und reckte seinen Kopf hoch und kniff etwas die Augen zusammen, um alle Gesichtszüge und Details mit einem Mal erfassen zu können. Doch so recht wusste er jetzt nicht, welches Geschlecht besagtes Wesen hatte. Irgendwie war es einerseits sehr weiblich aber die Gesichtszüge hatten etwas durch und durch maskulines an sich. Okay, es konnte der leichte Flaum am Kinn sein, aber den hatte er bei Frauen auch schon gesehen.
Er legte den Kopf wieder ab und gab ein lautstarkes Bäuerchen von sich.
Dann räusperte sich und schloss die Augen.
"He.. kraulst du mir 'n bisschen den Nacken? Ich denk' das lenkt mich vielleicht von diesem Kotzwunsch ab.. irgendwie scheint mein Magen grade Tassenkarussell zu fahren oder so.."
Er drückte sein Gesicht ins knittrige, dreckige Laken.
Er hatte ja eh nix zu verlieren. Aber kurz hob er noch mal grinsend den Kopf.
"Ich bin Ziggggggggyyy... aber.. ich glaub wir unterhalten uns... wenn's mir besser geht..."
Dann knallte sein Kopf wieder nieder und er musste furchtbar husten, sein Körper zuckte deutlich. Irgendwas stimme ganz ganz ganz und gar nicht mit ihm. Seine Muskeln verkrampften sich und es schmerze, als würde er innerlich brennen und als würde es überall an ihm zerren und reissen. Ziggy stöhnte vor Schmerz.
Sein Körper schien sich zu verändern. Ziggy rammte die dreckigen Fingernägel ins Laken. Als würde etwas in ihm wachsen und immer stärker und blutrünstiger werden und andererseits war ihm so zum Kotzen und nur noch das Kiffen beruhigte ihn...
Er hustete wieder und verschluckte sich fast dabei und Speichel liess aus seinem Mundwinkel.
"Bitte.. geh nicht weg..."
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